Danke für 32,18% in der OB-Wahl

32,18% sind ein historisch starkes Ergebnis für einen GRÜNEN OB-Kandidaten in Würzburg. Danke an alle Wähler*innen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und alle unsere Wahlkämpfer*innen für ihren engagierten Wahlkampf in den vergangenen Wochen!

Natürlich bin ich enttäuscht, dass es Christian Schuchardt gleich im ersten Wahlgang geschafft hat. Ich gratuliere ihm herzlich zur Wiederwahl.

Wie die neuen Mehrheiten im Stadtrat aussehen, werden wir in Kürze sehen und dann das Ergebnis genau analysieren.

Würzburger Grüne sagen Wahlkampfveranstaltungen zum Schutz der Gesundheit ab

 

Zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus sagen die Würzburger Grünen ihr für Samstag geplantes Fahrradstadtfest ab. Dazu erklärt OB-Kandidat Martin Heilig: “Aus Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit der Würzburgerinnen und Würzburger haben wir uns entschieden, unser Fahrradstadtfest an diesem Samstag und alle geplanten Veranstaltungen in den Stadtteilen abzusagen und unseren aufsuchenden Haustürwahlkampf einzustellen. Auch die große, öffentliche Wahlparty wird nicht stattfinden.

Wir wollen damit unseren Beitrag dazu leisten, dass sich das Corona-Virus möglichst wenig ausbreitet und Kranke und Ältere geschützt werden. An unseren Infoständen haben interessierte Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit, sich über unsere Inhalte zu informieren und Fragen zur Kommunalwahl zu klären.

Wir appellieren außerdem an die Wählerinnen und Wähler, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und beispielsweise schon jetzt direkt im Rathaus abzustimmen. Die Stadt Würzburg hat außerdem dankenswerterweise die Öffnungszeiten zur Beantragung von Briefwahlunterlagen (im Zimmer 133, barrierefreier Zugang) erweitert: heute und am Donnerstag von 8-18 Uhr, am Freitag von 8-15 Uhr. Jede abgegebene Stimme stärkt unsere Demokratie!”

Claudia Roth am Weltfrauentag in Würzburg: Wir müssen entschieden für die Gleichberechtigung von Frauen kämpfen!

Claudia Roth mit den GRÜNEN Stadtratskandidatinnen: v.l.n.r. Christa Grötsch, Simone Artz, Sandra Vorlova, Miriam Zschau, Magdalena Laier, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, OB-Kandidat Martin Heilig, Barbara Lehrieder, Molina Klingler, Silke Trost, Simone Haberer, MdL Kerstin Celina, Maria-Anna Foohs, Marie Büchner (Foto: Petra Winter)

 

Zu ihrer Veranstaltung zum Weltfrauentag durften sich die Würzburger GRÜNEN über die Unterstützung von Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages seit 2013, freuen. Vor zahlreichen interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern wies zunächst Barbara Lehrieder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Würzburger Stadtrat und Spitzenkandidatin bei der Kommunalwahl in einer Woche, auf die noch bestehenden Missstände in der Gesellschaft hin. „Wir fordern die volle Gleichstellung von Frauen im sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereich“, so Lehrieder. „Wir Grüne leben das Prinzip der Parität bereits seit unseren Anfängen mit paritätisch besetzten Listen wie bei der Stadtratswahl, bei der 25 junge, jung gebliebene und erfahren Frauen aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern für uns kandidieren.“

Anschließend betonte Martin Heilig, OB-Kandidat der Würzburger GRÜNEN, in seinem Beitrag, es sei nötig, sich nicht nur am Weltfrauentag, sondern auch an allen anderen Tagen des Jahres für die Gleichstellung von Frauen und ihre Rechte einzusetzen.

Danach widmete sich Claudia Roth in ihrer Rede den Erfolgen und Aufgaben der Frauenbewegung. Mittlerweile seien Frauen zwar vermehrt in hohen Ämtern in Politik und Wirtschaft vertreten. In den letzten Jahren sei aber eher ein Rückschritt zu erleben: so sei beispielsweise der Anteil von weiblichen Abgeordneten im Bundestag wieder gesunken. „Inakzeptabel“, so Roth, seien auch die weiterhin existierenden Differenzen zwischen Männern und Frauen beim Thema Gehalt. Auch dass es immer noch vielfach Gewalt gegen Frauen gebe, zeige, dass der Kampf für die Gleichberechtigung und Teilhabe von Frauen dringend notwendig sei. Zum Abschluss ihrer Rede rief Roth dazu auf, bei den Kommunalwahlen am nächsten Sonntag wählen zu gehen: Kommunen seien die „Werkstatt der Demokratie“, hier werde Politik konkret und anschaulich vor Ort gemacht.

Zum Thema Gehaltsungleichheit veranstaltet das Würzburger Frauenbündnis am Equal Pay Day am Dienstag, den 17. März um 12:30 Uhr, auch einen Flashmob am Oberen Markt. Alle Männer und Frauen sind herzlich eingeladen, mitzumachen und so ein Zeichen gegen Lohnungleichheit zu setzen.

“Klimaschutz muss bei allen städtischen Planungen oberste Priorität haben” – Zukunftsforum der Würzburger Grünen zum Thema Klimaschutz

(v.l.n.r.): OB-Kandidat Martin Heilig, Stadtrat und MdL Patrick Friedl, Stadtratskandidatin Sandra Vorlova, Stadtratskandidatin Molina Klingler, Stadträtin Karin Miethaner-Vent, Stadtrat Manfred Dürr, Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt Rheinland-Pfalz, Prof. Heiko Paeth, Univ. Würzburg (Foto: Mahmood Hwega)

Dem wichtigsten politischen Thema unserer Zeit, Klimaschutz, widmeten sich die Würzburger Grünen bei ihrem sechsten und abschließenden Zukunftsforum. Vor zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern stellte Martin Heilig, OB-Kandidat der Würzburger Grünen, seine Ideen zum Thema Klimaschutz vor: “Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir bis 2030 unsere Stromversorgung auf 100% Erneuerbare Energien umstellen. Außerdem brauchen wir konsequente Wärmedämmung bei unseren Gebäuden. Die Zeit des Zauderns und Zögerns muss angesichts der schon jetzt spürbaren Klimaerhitzung vorbei sein. Bei unserer Stadtplanung müssen wir Klimaschutz immer mitdenken und zum Beispiel für genügend grüne Oasen in unserer Innenstadt sorgen”, so Heilig.

Anschließend ging Heiko Paeth, Professor für Klimatologie an der Universität Würzburg, auf die Auswirkungen des Klimawandels in Unterfranken und Würzburg ein. Unterfranken sei heute schon eine der trockensten Regionen Deutschlands und bekomme den Klimawandel deutlich zu spüren. So habe es beispielsweise im Jahr 2018 bereits 37 Hitzetage im Maintal gegeben. Bis 2100 werde die Anzahl der Hitzetage nochmals auf durchschnittlich 52 Hitzetage pro Jahr steigen, so Paeth. In der Innenstadt sei es aufgrund des städtischen Wärmeinseleffekts sogar noch wärmer.

Danach legte Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz, dar, was in Rheinland-Pfalz mit grüner Regierungsbeteiligung im Bereich Klimaschutz erreicht werden konnte. “In Rheinland-Pfalz kommt mittlerweile jede zweite Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien.” Wesentlicher Grund für diesen Erfolg sei auch die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen. Allerdings werde der Ausbau der Erneuerbaren Energien derzeit durch die schwarz-rote Bundesregierung massiv gebremst.

Bei der anschließenden Diskussion kamen verschiedene Aspekte des Themas Klimaschutz zur Sprache. “Da der Klimawandel im urbanen Raum Mensch, Tier- und Pflanzenwelt gleichermaßen bedroht, brauchen wir umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität, etwa Staffelmahd-Konzepte, Blühwiesen statt Steingärten, resiliente Stadtbäume oder Gebäudebegrünung, durch die Stadt, aber auch Einzelpersonen”, erklärt Stadtratskandidatin Molina Klingler. “Unsere Neubaugebiete, z.B. die Erweiterung am Hubland, müssen klimaneutral konzipiert werden. Das geht auch im geförderten Wohnungsbau, wie die Passivhaussiedlung ‘Bahnstadt Heidelberg’ zeigt”, ergänzt Stadtrat und Stadtratskandidat Manfred Dürr. “Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt muss Würzburg die Energiewende anpacken und auf 100% Erneuerbare Energien umsteigen. Dazu gehört der Ausbau der Photovoltaik und Investitionen in Windkraftanlagen sowie grüne Energieträger”, so Stadtratskandidatin Sandra Vorlova. “Für die Klimaanpassung brauchen wir mehr Grün, vor allem Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung, verbesserte Frischluftzufuhr, offenes Wasser, Abschattung und gute Belüftung der Gebäude. Ziel muss es auch sein, möglichst Wasser zurück zu halten und zum Gießen der Pflanzen im Sommer zu nutzen,” fügt Stadtrat und Stadtratskandidat Patrick Friedl hinzu. ” Wir müssen Wasser und lebendiges Grün in die Stadt und an die Häuser bringen! Für die Aussage bekommt man heute schon Beifall, das bedeutet aber auch, das beim Bauen Übliche umzukrempeln”, so abschließend Stadträtin und Stadtratskandidatin Karin Miethaner-Vent.

Grüner OB-Kandidat Heilig fordert Runden Tisch mit der Kickers-Fanszene zum Thema Fanprojekt

Bei einer Podiumsdiskussion der OB-Kandidierenden am 18. Februar im club 11 der Würzburger Kickers wurde OB-Kandidat Martin Heilig von Fans des Vereins auf die Idee eines Fanprojektes angesprochen. Diskussionen um ein solches Fanprojekt gibt es bereits seit einigen Jahren. So haben aktive Fans das Thema mehrfach angestoßen und ein Vertreter der bundesweiten Koordinationsstelle Fanprojekte war im Laufe der vergangenen vier Jahre auch schon zu verschiedenen Beratungen in Würzburg. Bislang scheiterten die Ideen jedoch am politischen Willen der Stadt, dieses Fanprojekt auch aktiv zu unterstützen und mit zu finanzieren.

“Da sich die Würzburger Kickers im bezahlten Fußball etabliert haben und der Klub eine aktive jugendliche Fanszene hat, ist die Einrichtung eines Fanprojekts unbedingt notwendig”, erklärt Heilig. Ein Fanprojekt ist eine sozialpädagogische Einrichtung mit ausgebildeten Fachkräften, die sich um die Betreuung jugendlicher Fans kümmern und zusätzlich präventiv gegen Rassismus und Gewalt wirken sollen. Darüber hinaus ist auch die Unterstützung bei schulischen Belangen, Problemen mit der Justiz, Drogen- oder familiären Problemen, die Aufgabe der Sozialarbeiter eines Fanprojektes. Solche Fanprojekte gibt es in Deutschland an über 60 Standorten. Sie sind dabei stets bei einem anerkannten Träger der öffentlichen Jugendhilfe angesiedelt.

Martin Heilig schlägt vor, sich möglichst rasch mit den betroffenen Fans und Experten der Koordinationsstelle Fanprojekt an einen Tisch zu setzen, um konkret über Chancen und Möglichkeiten der sozialpädagogischen Fanarbeit mit jugendlichen Fußballfans in Würzburg zu sprechen. „Dabei ist es mir besonders wichtig, die Perspektive und Wünsche der aktiven Kickers-Fanszene kennenzulernen!”, so der grüne OB-Kandidat.

Martin Heilig und MdL Sanne Kurz fordern mehr Unterstützung für das internationale Filmwochenende Würzburg

Internationales Filmwochenende Würzburg

  • Wird das Filmwochenende Würzburg seinen 50. Geburtstag erleben?
  • Finanzierung im Vergleich mit anderen Filmfesten nicht akzeptabel
  • Martin Heilig und MdL Sanne Kurz fordern deutliche Unterstützung

 

Steht das Filmwochenende Würzburg auf der Kippe?

Nach den Hofer Filmtagen ist das Internationale Filmwochenende Würzburg das zweitälteste Filmfest in Bayern mit Renommee. Es findet jährlich kurz vor der gerade zu Ende gegangenen Berlinale statt. In vier Jahren, 2024, könnte das Würzburger Filmfest 50 Jahre alt werden. Könnte – denn die Finanzierung steht auf wackeligen Beinen. „Das Fest wird ehrenamtlich gestemmt. Die geringen staatlichen und kommunalen Zuwendungen werden dem Erfolg aber nicht mehr gerecht.“ so Sanne Kurz, Abgeordnete im Landtag und filmpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion. Auch Martin Heilig, Grüner OB-Kandidat in Würzburg, sieht dringend Bedarf an Unterstützung.

 

Finanzierung im Vergleich „unterirdisch“

„Man kann nur den Hut ziehen vor dem, was das Organisations-Team rund um Thomas Schulz und Viviane Bogumil da jedes Jahr leistet“ stellt Heilig fest. Maßgeblich für seine Beurteilung sind auch die Fördermittel pro Kopf. Während zum Beispiel das Filmfest München eine Förderung von umgerechnet 45 Euro pro Besucher erhält, ist es beim ehrenamtlich organisierten Fest in Würzburg mit rund 10.000 Besuchern mit 5 Euro pro Besucher nur ein Bruchteil dessen. „Das ist nicht akzeptabel – auch weil die technischen Anforderungen wachsen. Neue digitale Abspielgeräte kann man mit solchen Mitteln weder kaufen, noch leihen. Wenn nicht aufgestockt wird, wird es für das Würzburger Festival mehr als schwierig“ konstatiert Sanne Kurz, als gelernte Filmemacherin selbst Fachfrau in dem Bereich.

Auch behördliche Entlastung ist möglich

Martin Heilig kann sich auch vorstellen, als OB ein Veranstaltungsbüro bei der Stadt einzurichten, das ehrenamtlich Tätige im Kulturbereich unterstützt: „Wenn Kulturschaffende ehrenamtlich unsere Stadt bereichern, sollen sie sich nicht noch mit Genehmigungsverfahren für mobile Toiletten auseinandersetzen müssen. Das Filmwochenende ist kein kommerzielles Fest, die Organisierenden müssen bei sowas entlastet werden.“ – stellt Heilig fest. Ein Veranstaltungsbüro, das in anderen Städten bereits funktioniert, wäre nicht nur für das Würzburger Filmwochenende eine willkommene Ansprechstelle bei der Stadt.

 

Stellungnahme von OB-Kandidat Martin Heilig zu seinen Äußerungen bei der Podiumsdiskussion der Würzburger Kickers

Zum Mainpost-Artikel “Wahlkampf: Wer verspricht Geld fürs Würzburger Kickers-Stadion” vom 19. Februar und seinen Äußerungen bei der Podiumsdiskussion der Würzburger Kickers am 18. Februar erklärt Martin Heilig, OB-Kandidat der Würzburger Grünen:

“Für meine unangemessene Wortwahl („12 Hansel“) gegenüber einigen Anwohnerinnen und Anwohnern des Kickers-Stadion, die sich seit Längerem gegen Lärm-Emissionen aus dem Stadion wenden und auch gerichtlich unter anderem gegen Ausbaumaßnahmen am Stadion vorgehen, entschuldige ich mich. Gleich welche inhaltliche Bewertung man gegenüber der Form und Intensität der Auseinandersetzung zwischen einigen Anwohnerinnen und Anwohnern und den aktiv und passiv am Profi-Fußball in Würzburg Beteiligten haben mag, ist es selbstverständlich und gutes Recht aller Beteiligten, für die eigenen Interessen einzutreten und anwaltliche wie gerichtliche Unterstützung zu suchen für die Durchsetzung der eigenen Rechtsposition und -überzeugung.

Den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie ihren anwaltlichen Vertretern danke ich dafür, dass sie sich mit mir im Nachgang der Veranstaltung kurzfristig getroffen haben, und für den offenen sowie konstruktiven Austausch. Es ist gut, miteinander zu sprechen und so im Gespräch Verständnis für die jeweiligen Positionen zu ermöglichen. Wir haben vereinbart, dieses Gespräch fortzuführen, um möglichst auch im Vorfeld von künftigen Entscheidungen die Interessen aller Beteiligten angemessen in den Blick zu nehmen bzw. in den Blick zu bekommen. Zu meiner Verwunderung habe ich bei dem Gespräch erfahren, dass es von Seiten des Oberbürgermeisters bisher keinerlei derartigen Gespräche oder Gesprächsangebote gegeben habe. Damit wurde bisher die Chance vertan, ernsthaft zu versuchen, aufkeimende Konflikte frühzeitig zu lösen und zu befrieden.

Für mich ist klar, dass der Stadion-Standort am Dallenberg aufgrund seiner guten Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, insbesondere an die Straßenbahn, und der bereits vorhandenen Infrastruktur bestens auch für ein zweitligataugliches Stadion geeignet ist. Ein neues Stadion ist so zu bauen, dass die Lärmbelastung möglichst gering ist. Wichtig ist, dass alle Beteiligten so eingebunden werden, dass frühzeitig Rechtssicherheit für einen Stadionbau am Dallenberg möglich wird.”

“Wir Grüne wollen Mut machen und anpacken” – Aschermittwoch der Grünen in Stadt und Landkreis Würzburg

auf dem Bild v.l.n.r.: Konstantin Mack (Spitzenkandidat der Grünen Jugend Würzburg bei der Stadtratswahl), Sven Winzenhörlein (Bürgermeisterkandidat in Höchberg), Sebastian Hansen (Bürgermeisterkandidat in Waldbüttelbrunn), Simone Artz (Kreisvorsitzende Würzburg-Stadt), Manuela Rottmann (MdB), Karen Heußner (Landratskandidatin im Landkreis Würzburg), Martin Heilig (OB-Kandidat in der Stadt Würzburg), Foto: Molina Klingler

Bei ihrem traditionellen Politischen Aschermittwoch mit etwa 100 Gästen im Felix-Fechenbach-Haus hatten die Grünen aus Stadt und Landkreis Würzburg in diesem Jahr die unterfränkische Bundestagsabgeordnete und Landratskandidatin der Grünen für den Landkreis Bad Kissingen, Manuela Rottmann, zu Gast. Sie kritisierte in ihrer Rede die Politik der derzeitigen Bundesregierung scharf: “In Berlin scheint es nur noch um die Frage zu gehen, wer auf Merkel folgt. Je größer der Berg der Probleme, vor denen die große Koalition steht, mit desto mehr Lust verstrickt sie sich in Personaldebatten.” Dabei interessierten sich die Wählerinnen und Wähler für klare und konkrete Inhalte, wie sie die Grünen zu bieten hätten. Dies gelte gerade für die Kommunen, wo es um Lösungen vor Ort gehe. Städte und Gemeinden seien momentan “der einzige vernüftige Gegenpol zum Wirrwarr auf Bundesebene”.

Neben Rottmann sprachen auch Landratskandidatin Karen Heußner und OB-Kandidat Martin Heilig. Heußner betonte in ihrem Beitrag, angesichts schlechter Nachrichten wie dem Brexit oder der Ausbreitung des Coronavirus sei es besonders wichtig, Mut zu machen: “Wir müssen den Mut haben, Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Wir Grüne haben diesen Mut und können unseren Mut teilen.”

Heilig warf in seiner Rede dem derzeitigen Oberbürgermeister Christian Schuchardt vor, einen “Zickzackkurs” zu fahren. “Dieses zögerliche Hin und Her können wir uns angesichts der Herausforderung, vor die uns die Klimaerhitzung stellt, nicht weiter leisten. Ich brenne dafür, eine echte Verkehrswende in Würzburg umzusetzen und endlich ernst zu machen beim Klimaschutz”, so Heilig.

 

“Wir brauchen mehr attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt” – Zukunftsforum der Würzburger GRÜNEN zum Thema Stadt für Kinder

Barbara Lehrieder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Würzburger Stadtrat, Stadtratskandidat Thomas Öffner, Marlis Tepe, Vorsitzende der GEW, Stadtratskandidatin Veronika Arcaya Montanez, Stadtratskandidatin Lisa Linder, OB-Kandidat Martin Heilig (v.l.n.r.) Foto: Simone Artz

Wie eine für Kinder attraktive Stadt aussieht und wie man sich politisch dafür einsetzen kann, darum ging es beim fünften Zukunftsforum der Würzburger GRÜNEN am vergangenen Mittwoch.

Vor den interessierten Bürgerinnen und Bürger sprach Martin Heilig, der OB-Kandidat der GRÜNEN, über seine Ideen für diesen Bereich: “Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir als Stadt bei den Kinderbetreuungseinrichtungen eine Ausbau- und Qualitätsoffensive starten.” Bei den Schulgebäuden wolle er rasch notwendige Sanierungen angehen und dabei auch geplante Investitionen vorziehen.  Auch die Berücksichtigung der Anliegen von Kindern und Jugendlichen liege ihm als Vater von fünf Kindern am Herzen, so Heilig: “Ich möchte als OB regelmäßig eine Kindersprechstunde anbieten und ein Jugendparlament einrichten, dessen Beschlüsse dann auch im Stadtrat behandelt werden müssen.”

Als Gast hatten die GRÜNEN Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, eingeladen. Sie betonte in ihrem Beitrag, dass Kommunen gute Bildung etwas wert sein müsse.  “Wir kämpfen als Gewerkschaft für gute Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte und wünschen uns, dass uns die Städte bei diesen Bemühungen unterstützen. Insgesamt brauchen wir mehr Geld für gute Bildung, von der Kindertagesstätte über die Grundschule bis zur Universität, und die Weiterbildung”, so Tepe.

In der anschließenden Diskussion kamen viele verschiedene Aspekte desThemas zur Sprache.  “Eltern wünschen sich mehr Wasserspielplätze für ihre Kinder und haben wenig Verständnis dafür, das das Wasserbecken auf dem neuen LGS-Gelände seit über einem Jahr nicht mehr in Betrieb ist. Die auf dem Gelände neu entstandenen Spiel- und Freizeitflächen sind eine attraktive Bereicherung für die Freizeitgestaltung und werden von Familien auch aus dem Umland gerne aufgesucht”, erklärt Fraktionsvorsitzende Barbara Lehrieder, Spitzenkandidatin der GRÜNEN für den Stadtrat. “Damit Inklusion in Würzburg bei Kindern und Jugendlichen gelebt wird, müssen wir aufeinander zugehen und Vorurteile abbauen. Davon werden wir alle profitieren!”, ergänzt Stadtratskandidatin Veronika Arcaya Montanez. “Die Suche nach einem Platz in einer Kita gestaltet sich für Eltern in Würzburg oftmals schwierig.  Das Bewerbungsportal ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht ausgereift.  Außerdem sollten schnellstmöglich Möglichkeiten für den Aus- und Neubau weiterer Kindertageseinrichtungen gesucht werden”, so Stadtratskandidat Thomas Öffner. “Ausgewogene Ernährung legt den Grundstein für ein gesundes Leben.  Je früher und länger Kinder und Jugendliche in Betreuungseinrichtungen sind, desto mehr brauchen sie dort frische, gesunde Mahlzeiten – am besten von Landwirten aus unserer Region!”, erklärt abschließend Lisa Linder, Stadtratskandidatin.

GRÜNE: „Die Luft in Würzburg ist kein Grund zum Feiern“

Nach der Verkündigung der neuesten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte durch Umweltreferenten Wolfgang Kleiner kommt massive Kritik von Seiten der GRÜNEN.

„Der Umweltreferent und die Stadtverwaltung tun so, als sei mit den Werten, die sich an wenigen Standorten verbessert haben, Grund zum Aufatmen. Dabei gibt es durchaus etliche Standorte in der Stadt, an denen Grenzwerte noch immer überschritten werden und Menschen massiv unter der schlechten Luft leiden“ kritisiert GRÜNEN-Stadträtin Silke Trost. Gerade die Messstellen in der Theater-und Grombühlstraße zeigten, dass dort Anwohner*innen mit regelmäßig viel zu hohen Stickstoffdioxidwerten leben müssten.

Die GRÜNEN werfen Umweltreferent Kleiner vor, „wirklich effektive Maßnahmen für die Menschen in den am meisten belasteten Straßen – wie etwa Fahrverbote – nicht einmal in Erwägung zu ziehen“. Ein Antrag auf Tempo 30 in weiteren Teilen von Grombühl wurde von der Verwaltung abgelehnt.

„Es kann keinen Umweltreferenten und keinen Oberbürgermeister kalt lassen, wenn Menschen an bestimmten Straßenzügen gesundheitlich massiv belastet werden“, sagt OB-Kandidat Martin Heilig und fordert jede sinnvolle Maßnahme schnellstmöglich zu erlassen, wie es auch in der EU-Luftreinhalterichtlinie gefordert sei. Im Übrigen habe auch die Deutsche Umwelthilfe genau aus diesem Grunde den Freistaat Bayern verklagt und sei in anderen Städten erfolgreich gewesen.

Stickstoffdioxid entsteht in erster Linie bei Verbrennungsanlagen und Motoren und wird in Würzburg auf den Verkehr zurückgeführt, besonders auf Dieselmotoren.