Martin Heilig

Ich zitiere:

Französische Kampfjets bringen Gewalt wieder dahin, wo sie hingehört

Rakka: Jetzt hat alles wieder seine Richtigkeit: Französische Kampfflugzeuge des Typs Dassault Raffale haben gestern mit mehreren Luftangriffen auf die syrische Stadt Rakka die Gewalt wieder dorthin zurückgebracht, wo sie hingehört: in den Nahen Osten. Ob bei dem Angriff auch Zivilisten starben, ist bislang unbekannt und Experten zufolge auch ziemlich egal.

 

"Ein Anschlag auf Zivilisten in Europa verstößt gegen die Spielregeln, die klar besagen, dass sich zivile Opfer auf Länder des Nahen Ostens - insbesondere Irak und Syrien - zu beschränken haben", erklärt Nahost-Experte Klaus-Peter Brockschmidt. "Die Intensivierung der Luftangriffe auf Syrien, die Frankreich bereits seit über einem Jahr durchführt, sollte dies allen Beteiligten mehr als verdeutlichen."

Zur Sicherheit haben alle Länder, die derzeit Syrien und den Irak bombardieren oder Kriegsparteien mit Waffen ausrüsten, ein Flugblatt erstellt, in welchem alle Gebiete, in denen Gewalt gegen Zivilisten in Ordnung geht, klar gekennzeichnet sind. Es soll über bombardierten Gebieten abgeworfen werden und Waffenlieferungen als Beipackzettel beiliegen."

 

DAS stammt von der Satireseite Postillon:

 

Natürlich ist der Einsatz nicht gleichzusetzen mit den Anschlägen von Paris - ich muss Euch ja nicht erklären was Satire ist - aber die Absurdität der Luftangriffe der westlichen Staaten (aber natürlich auch von Russland) wird hier denke ich perfekt auf den Punkt gebracht.

Der Mutter, dem Sohn, der Schwester derjenigen die heute z.B. in Syrien getötet werden ist es doch letztendlich egal ob sie von Assads Truppen, dem IS, russischen, amerikanischen oder französischen Bomben getötet werden - jede und jeder Tote ist einer zu viel - diese sinnlose Gewaltspirale muss ein Ende haben!

 

Mehr vom Selben hilft nicht.

Es kann nicht gelten: "Wenn es mit Gewalt nicht funktioniert, versuch's mit mehr Gewalt"

 

Nach den Anschlägen vom 11. September vor mittlerweile fast 15 Jahren hat man

- Militär in die Welt geschickt

- Rüstungsausgaben erhöht

- unsere BürgerInnenrechte eingeschränkt

 

Wo sind wir fast 15 Jahre später?

 

Was hat der Krieg im Irak gebracht?

Was hat der Krieg in Lybien gebracht?

 

Eine komplette Region ist völlig destabilisiert ( und das ist ein Euphemismus)

 

Es wäre mir deutlich zu undifferenziert für das ganze Elend der Welt den sogenannten Westen alleine Verantwortlich zu machen

(das ist eine Vereinfachung die korrupte Despoten, und skrupellosen Gewalttätern und auch islamistischen Fundamentalisten aus der Verantwortung entlässt und ihnen in die Hände spielt)

 

Aber:

 

- Welche Waffen töten den weltweit?

Es sind unsere!

 

- Welche Handelspolitik treibt denn viele Krisenländer in dieses Elend und Chaos?

Es ist unsere!

 

- Wer ist denn hauptverantwortlich für einen Klimawandel der in vielen Regionen der Welt - wortwörtlich und im übertragenen Sinne VERWÜSTET?

Wir sind es!

 

 

Mehr vom Gleichen hilft nicht!

Wir müssen den Waffenhandel einstellen!

Wir müssen unsere Handels- Fischfang- und Agrarpolitik dramatisch ändern!

Wir müssen endlich unsere Hausaufgaben beim Klimaschutz machen!

 

Und meine sehr verehrten Damen und Herren -

 

wir müssen noch zwei Dinge tun:

 

Die Großregion Syrien hat alle Zutaten für einen 30jährigen Krieg.

Was den 30jährigen Krieg nicht beendet hat waren militärische oder finanzielle Unterstützung irgendeiner Kriegspartei.

Was den 30 Jährigen Krieg beendet hat war der Westphälische Friede. Es braucht also Konzepte und Diplomatie anstatt mehr Militär und mehr Gewalt.

 

Und was dem islamistischen Fundamentalismus und Terrorismus ideologisch noch den Boden entzieht ist humanitäre Hilfe "des Westens". Die großzügige Aufnahme von Flüchtlingen entzieht Hass, Feindschaft und Gewalt den Boden.

 

Und deshalb liebe Leute sind wir alle wie wir hier heute stehen wichtiger denn je. Pegida und Co machen sich zur 5. Kollone des IS. Aber gerade auch angesichts der Tatsache, dass ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung sich immer mehr verunsichern lässt macht es um so wichtiger, dass wir entschlossen weltoffen und solidarisch bleiben aber auch, dass wir unseren Humor nicht verlieren und souverän und besonnen bleiben. Das Schrille hilft dem der keine Argumente hat.

 

Intelligenter Humor und Satire ist auf unserer Seite. Der Artikel aus dem Postillon hat das gezeigt.

Dennoch eine letzte Warnung liebe Freundinnen und Freunde.

Die Bundeswehr und ihr schlechter Zustand bietet sich geradezu an als Ziel von Satire. Aber Vorsicht: Wird das nicht wieder als Argumentation genutzt werden um noch mehr Geld für den Militärhaushalt zu verlangen. Schon heute gibt Deutschland rund 33 Mrd. Euro pro Jahr für Militär aus.

 

Mehr vom Selben hilft nicht!

Wir müssen der Gewaltspirale Einhalt gewähren!

Nach 15 Jahren "Krieg gegen den Terrorismus" sollte man das endlich verstanden haben!

 

Bewerbung zur Bundestagswahl 2017

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