Grundsteine für Klima- und Umweltschutz gelegt

Seit einem Jahr ist Martin Heilig von den GRÜNEN Klimabürgermeister der Stadt Würzburg

Seit einem Jahr im Amt: An diesem Dienstag, 4. Mai, ist Martin Heilig von den GRÜNEN ein Jahr Klimabürgermeister von Würzburg. Als zweiter Bürgermeister der Stadt steht er seitdem offiziell dem Fachbereich Klima und Umweltschutz vor und verantwortet außerdem die strategische Verkehrsentwicklung und die ökologische Gewässerentwicklung. “Ausgehend vom Klimaversprechen, das die Stadt Würzburg 2019 abgegeben hatte, haben wir in den letzten zwölf Monaten viele Grundsteine für mehr Klima- und Umweltschutz gelegt”, sagt der 45-Jährige rückblickend. Es sei ein turbulentes Jahr gewesen. “Aber auch eines, das stolz macht.”

Zahlreiche Konzepte sind in diesem Jahr entstanden, erzählt Heilig, der bei der Kommunalwahl 2020 mit 32,18 % das beste Wahlergebnis aller Grünen Oberbürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten in Bayern erzielte. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat er seitdem mehr als 100 Beschlussvorlagen für den Stadtrat erarbeitet, also Dokumente zur weiteren Beratung sowie konkrete Vorschläge und Abstimmungsempfehlungen. Als Bürgermeister ist er selbst auch Mitglied des Stadtrats und stellt mit weiteren 15 GRÜNEN Stadtratsmitgliedern die stärkste Fraktion. Besonders wichtig für den Klimabürgermeister ist die intensive Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen. “Gerade starten wir zum Beispiel einige Projekte zum Thema Gewässerentwicklung”, erläutert er. Dafür seien enge Absprachen mit der Stadtplanung und dem Tiefbauamt erforderlich.

Dass sich die viele und vor allem intensive Arbeit lohnt, zeigt die lange Liste der Erfolge: So gibt es neue Pflanzmethoden für Bäume, einen Landschaftspflegeplan und ein neues, artenschutzfreundliches Mähkonzept für Straßenränder. Außerdem erhielt das Stadtgebiet 15.000 neue Bäume, mit der Uni Potsdam hat der Fachbereich Klima und Umweltschutz zudem ein Projekt gestartet, dass sich der Vorsorge bei Starkregen widmet. Die jüngsten Erfolge: die Solarpflicht bei Neubauten sowie ein innovatives Konzept für Energie und Wassermanagement in den Neubaugebieten Lengfeld-Nord. Dazu gehört nun unter anderem eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung. “Damit werden wir unserem Anspruch gerecht, verantwortungsvoll mit der knappen Ressource Wasser umzugehen”, ergänzt Heilig. Ein weiteres wichtiges Thema ist ein Klimaschutzkonzept für Würzburg. Nach Abschluss der Online-Bürgerbeteiligung, die noch bis zum 10. Mai 2021 möglich ist, soll auch dieses bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

Bis dahin steht für Martin Heilig noch einiges an. So verantwortet er auch die Umsetzung des “Masterplans Freiraum” für die Innenstadt. Das Konzept soll dabei helfen, mit baulichen Maßnahmen dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dazu zählt unter anderem, die Grünflächen der Stadt aufzuwerten und nach Möglichkeit zu erweitern. Aber auch das Thema Verkehr wird in den nächsten Projekten des Klimabürgermeisters eine Rolle spielen: Auf der Agenda steht die klimawirksame Verbesserung des ÖPNVs genauso wie die Projektsteuerung der Straßenbahnlinien 1, 5 und 6 und die Überlegung, eine Straßenbahnlinie für den Würzburger Norden einzurichten. Weitere wichtige Themen sind die Entwicklung eines biologischen Artenschutzkonzeptes und die Ökologisierung der Landwirtschaft und des Weinbaus.

Gerade wenn es um diese Themen geht, ist Heilig der Austausch mit anderen wichtig. So initiierte er nicht nur einen Runden Tisch für die Landwirtschaft, sondern auch mehrere Workshops; unter anderem zur Erstellung des Klimaschutzkonzeptes. Zudem laufen bereits Kooperationen mit der Universität Würzburg, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland sowie dem Landesbund für Vogelschutz. Für den Klimabürgermeister steht fest: “Nur zusammen machen wir Würzburg fit für die Zukunft.”